Ziele

Historische Entwicklung

2006: Gründung der gemeinnützigen Gesellschaft zur Förderung des Forschungstransfers e.V. (GFFT e.V.) mit dem Ziel, Wissenschaftlern und jungen Unternehmen ein funktionstüchtiges Kontaktnetzwerk an die Hand zu geben. Anlass war die Erkenntnis, dass viele potentiell wertvolle Vorentwicklungen nur unter Laborbedingungen erprobt wurden, aber nicht unter den echten Bedingungen in der Wirtschaft.

Um nicht von Spenden und freiwilliger Arbeit abhängig zu werden, sollte die GFFT so konzipiert werden, dass sie sich finanziell selbst trägt, d.h. anhand der angebotenen Transferleistungen bzw. -erfolge. Als Folge sind alle ökonomischen Aktivitäten der GFFT als Plattform, rechtlich als GFFT Technologies GmbH, zusammengefasst worden, die wiederum eine Tochter des GFFT e.V. ist.

2017: Herausgabe des GFFT-Manifests für den Technologietransfer, geschrieben von den Kuratoriums- und Ehrenmitgliedern des GFFT e.V. Dieses Werk bildet die Roadmap für den weiteren Ausbau der GFFT-Plattform. Neben der Identifikation der wichtigsten Stellschrauben wird relativ deutlich gefordert, dass der Standort Deutschland systematisch seine Aktivitäten aufeinander abstimmen und die existierenden Potentiale nutzen soll, um einen Spitzenplatz im Bereich Innovation einzunehmen.

Zielerreichung

Die GFFT-Plattform muss also zwei Aufgaben erfüllen: Sie muss möglichst breit aufgestellt werden, um eine signifikante Wirkung in Deutschland zu erzielen, und sie muss durch ihre Angebote den technischen Fortschritt der einzelnen Organisationen fördern. Dies erreicht die GFFT wie folgt:

2019: Initiierung der GFFT-Technologie-Datenbank. Sie beherbergt nationale und internationale Technologie-Profile, wie es sie für Personen (Linkedin) oder Immobilien (Immobilienscout) bereits gibt. Die Technologien werden mit ihren wichtigsten Aspekten knapp und übersichtlich dargestellt. Sie sind nach ihren Einsatzgebieten strukturiert, so dass potentielle Nutzer sie schnell finden können. Je mehr Technologien in die Datenbank eingegeben werden, desto umfassender ist der Überblick.

2019: Mit dem GFFT-Rank kann der wirtschaftliche Zustand der einzelnen Technologien bewertet werden. Er rechnet den bisherigen ökonomischen Verlauf in ein Maß der von dem Technologieprojekt generierten Beschäftigungsverhältnisse um. Der Rank ist umso höher, je schneller das Projekt wächst und je höher die Anzahl Beschäftiger ist.

Beide Aktivitäten, Datenbank und Ranking, ermöglichen es, den Standort Deutschland anhand von neuen Technologien zu erfassen und eine positive oder negative Entwicklung darzustellen. Ein guter Indikator für die Steigerung der Innovationskraft sind die Summe und der Durchschnitt der Ranks von Startups.

Die GFFT-Labs zur Innovationssteigerung

Für jedes Teilgebiet kann ein eigener Bereich, ein GFFT-Lab, zur Förderung der Innovation gegründet werden, aktuell IT-Security, Software-Qualität und Organizational Intelligence. Die Aufgaben der Labs sind wie folgt:

  • Recherche von Startups in ihrem Bereich,
  • Gründung von Arbeitskreisen für den Wissensaustausch und für den Aufbau persönlicher Kontaktnetzwerke und
  • Initiierung von Konsortialprojekten zur Entwicklung neuer Lösungen.

Als erstes Lab wurde 2019 das Security Lab in eine eigene GmbH umgewandelt.

Deutscher Startup-Pokal

Mit dem Deutschen Startup-Pokal wird auf spielerische Weise große Aufmerksamkeit auf die neuen Technologien gelenkt. Dabei gibt es für jedes Teilgebiet einen eigenen Pokal. Der Ablauf ähnelt dem der Fussball-Championsleague. Im Herbst werden Vorentscheidungen gertroffen, im Frühjahr werden die Halbfinale ausgetragen und im Mai findet das Finale statt.

Die bisherigen Veranstaltungen in den Kategorien Organizational Intelligence, Logistik und IT-Security zeigen, dass dieses spannende Format großen Zuspruch erfährt.  Über mehrere Vorentscheide und Halbfinale qualifizieren sich die Startups für die Finalrunde sowie den Pokalsieg. Die mit dem Pokal verbundenen Ziele sind

  • Vernetzung von jungen Unternehmern mit Kunden, Wissenschaftlern und VC-Anbietern, um Kooperationen zu ermöglichen,
  • Einbindung der Universitäten, um ihren Nachwuchs auf ein spannendes Umfeld zu lenken, und
  • Generierung eines positiven Umfeldes für das Thema Innovation.

Bleibt zu hoffen, dass möglichst viele Innovationsbegeisterte die GFFT nutzen und weiterentwickeln.